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| Die Mondavi Winery im Napa-Valley |
Hi Folks! How `s it goin`?
Wahrscheinlich wisst ihr garnicht genau, wo wir uns grade herumtreiben. Die Karte oben rechts hats irgendwie zerlegt und ich muss zusehen, dass ich die geflickt kriege. Wir sind jedenfalls heute Nachmittag heile in San Francisco angekommen. Der Weg führte uns, wie schon gesagt, durch das kleine Weinanbaugebiet des Napa und Sonoma Valley. Verschlungene und streckenweise ziemlich enge Straßen führen durch das Tal, das mit moosbehangenen Eichen ein gespenstisch-romantisches Flair ausstrahlt. Obwohl es flächenmäßig im Vergleich zu den anderen Anbaugebieten Kaliforniens verschwindend klein ist, kommen hierher die besten amerikanischen Weine. 90 Prozent der amerikanischen Weine kommen aus Kalifornien, auf Napa entfallen davon nur mickrige 4 Prozent. Hier gilt also Qualität statt Quantität. Das hat uns auch der überaus freundliche und ziemlich liebenswerte Richard, unser Guide auf der Führung durch die Robert Mondavi Winery, erklärt.
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| Richard, unser engagierter, supernetter Wein-Opa. Unten seht ihr die Reben. |
Der alte Herr war echt mit Herzblut bei der Sache und hat selbst für uns verständlich erklärt, wie der Wein angebaut, hergestellt und richtig getrunken wird (nebenbei hat er noch den deutschen Riesling gelobt). Dass der Wein am besten auf recht mageren Böden wachsen muss, damit er auch ordentlich leidet und möglichst kleine, dafür aber umso schmackhaftere Beeren bildet, war mir bisher nicht klar. Ehrlich gesagt sehen die Weinreben auch eher aus wie Kitzelfichten. Kurios genug, dass daraus mal echt guter Wein werden soll. Die Hallen mit den Fässern, in denen die Beeren später zu Wein verarbeitete werden, sind riesengroß und total beeindruckend. Später konnten wir noch drei Hausweine verkosten und haben nebenbei gelernt, wie man richtig Aroma aus einem Wein herauskitzelt und dass schwere Rotweine aus einem großen Glas besser schmecken als aus einem kleinen (probiert das mal aus, ich hab mich auch gewundert). Mitgenommen hätten wir am liebsten den lecker fruchtigen Weißwein, aber knappe 30 Dollar pro Flasche war er uns dann doch nicht Wert. Die Führung war sehr interessant und kostete pro Person 25 Dollar. Wir sind echt froh, dass wir das gemacht haben.
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| Die Kronjuwelen: Hier lagert der Wein. Die rote Farbe stammt aus dem Bodensatz der Fässer. |
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| Zufriedene (weil angeheiterte) Gesichter: Die Verkostung war geil! |
Danach gings dann (leicht angeschäkert) endlich wieder zurück in die Zivilisation. Wir haben jetzt mehrere Tage damit verbracht, immer wieder nach der nächsten Tanke oder einem Supermarkt Ausschau zu halten. In San Francisco ist alles wieder auf der anderen Straßenseite zu finden. Wir wohnen im Stratford Hotel direkt am Union Square (Zum Vergleich: In New York würde man am Times Square wohnen). Direkt um die Ecke finden sich Macy’s, der Levis-Store sowie Victoria Secret und H&M (immer noch groß im Kommen hier drüben, für uns zuhause natürlich ein alter Hut). Auf den komplette Shopping-Overkill freut sich Jessi jetzt schon wie Bolle. Ich muss allerdings auch langsam zusehen, dass ich was in den Koffer kriege. Meine zwei langen Hosen habe ich jetzt lange genug angehabt, für kurze Buchsen ist es hier oben leider zu kalt. Außerdem muss ich noch in den riesigen Plattenladen, Amoeba Records, darauf freue ich mich auch schon länger.
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| Lori's: Ein echtes Diner mit allerhand 50er-Jahre Devotionalien. |
Heute abend waren wir nurnoch kurz etwas in Lori’s Diner spachteln. Der Laden ist original 50er-Jahre, es gibt fette Burger und günstiges Bier. Die Tische sind im typischen Diner-Stil eingerichtet, an der Wand gibts sogar eine private Tisch-Jukebox. Für einen Dollar kann man sich drei Titel aussuchen, was mich dazu bewogen hat endlich mal mein Kleindgeld loszuwerden. Leider konnte man die Titellisten nichtmehr durchrattern, weshalb wir uns fast nur Songs von Johnny Cash ausgesucht haben, was ja bei weitem nicht das Schlechteste ist. Die Titel laufen dann übrigens im gesamten Laden, was uns erst gewundert, dann aber gefreut hat.
Morgen früh gehts erstmal in den Knast: Wir hatten schon im Voraus Tickets für Alcatraz gebucht. Mal sehen wie es da drüben so aussieht. Ausserdem gehen wir wohl erstmal ordentlich Shoppen. Das wird ein Spaß!
Gute Nacht, bis morgen!
Ist mir schon klar, daß der Kommentar etwas spät kommt, aber ich bin noch ein wenig mit den Musikboxen groß geworden. Wenn du bzw ich Geld reingeschmissen hast/habe, mußte sich wirklich die ganze Kneipe den Scheiß anhören. Man hat sich aber trotzdem bemüht, etwas ordentliches "aufzulegen" aus Angst vor Prügelstrafen oder daß der Kneiper einem den Hahn abstellt.
AntwortenLöschenDie guten alten Zeiten.....
Papa