Moin Moin!
Wir sind heute morgen alle überraschend gut aus dem Bett gekommen. Nichtmal die Mädels hatten einen Schädel von dem Wein den wir ihnen gestern vom Supermarkt mitgebracht haben. War aber auch der Gute von Robert Mondavi (ihr wisst schon, die Weinprobe ;) ). Etwas müde waren wir natürlich trotzdem, deshalb haben Jonas und ich uns für einen Teil der Strecke nach Morro Bay mal auf die Rückbank verzogen und den Mädels das Steuer überlassen. Und hey, wir leben noch! Wir hatten aber natürlich auch nichts anderes erwartet.
Leider hat es bereits heute morgen geregnet und das sollte sich den ganze Tag auch nichtmehr wirklich bessern. So konnten wir von der eigentlich wunderschönen Landschaft entlang der US #1 und dem in Carmel beginnenden 17-Mile-Drive (10 Dollar Maut) nur die Regenseite erleben. Jedenfalls haben wir an vielen Aussichtspunkten trotzdem Halt gemacht und konnten so wenigstens einige Eindrücke der zerklüfteten Küste mitnehmen und uns an den ziemlich hohen Wellen erfreuen.
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| Eine der zahlreichen Buchten entlang der kurvigen US #1 |
An einem der vielen „Scenic-View“-Punkte konnte man einen ganzen Felsen voll mit Seehunden bewundern, außerdem flogen überall riesige Pelikane herum und kleine Erdhörnchen bettelten um Futter (das wir den kleinen Fresssäcken natürlich verwehrt haben). Abgesehen von „An der Küste entlang fahren“ hatten wir nur noch einen Besuch am ‚Hearst Castle‘, einem nahe San Simeon gelegenen Schloss geplant. Die Amis haben es allerdings echt drauf, jeden Furz zu vermarkten, als wäre es der Oberhammer und man düfte nicht ausreisen ohne es gesehen zu haben. So auch hier: Eintritt pro Tour 25 Dollar, es gibt allerdings drei verschiedene Touren. Falls jemand also das gesamte Schloss sehen will, muss er drei Touren zahlen. Mit dem Bus geht es dann vom überdimensionalen Parkplatz rauf zum Schloss. Von unten ist das nur als Silhouette zu erkennen, selbst rauffahren geht nicht. Dieser Ort ist scheinbar so überlaufen, dass man im Voraus Tickets kaufen sollte, um an einer Tour teilnehmen zu können. So dringend mussten wir das Ding dann auch nicht sehen, die nächste Tour wäre aber auch ohnehin erst morgen gewesen.
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| Der mächtige 'Morro Rock' bei Sonnenuntergang |
Das kleine Hafenstädtchen Morro Bay ist schon von weitem an dem fetten Morro Rock zu erkennen, der aus der Bucht ragt. Unsere netten Zimmer im 'Sea Air Inn' haben sogar Meerblick, auch wenn wir eher in zweiter Reihe wohnen. Weit bis zum Wasser ist es allerdings nicht und wir konnten bei der Ankunft bereits mehrere Seehund aus der Nähe sehen. Die faulen Viecher sind ganz gemütlich in der Bucht direkt am Pier herumgeschwommen. Klar sehen die niedlich aus, streicheln ist allerdings eine blöde Idee. Wenige Minuten später ist ein Pelikan quasi auf einem der Seehund gelandet, welcher ihn direkt angegriffen und unter Wasser gezogen hat. Sofort war Action am Pier, aber der Pelikan konnte sich irgendwie noch gerade so retten und vor dem hinterherschwimmenden Seehund flüchten. Knappes Ding auf jeden Fall.
| Ein Pelikan mit lustiger Irokesen-Frisur |
Essen waren wir vorhin im ‚Hofbrau‘, einem deutsch-amerikanischen Restaurant, das aber auch Fischgerichte anbietet. Essen und Bier waren günstig und ganz gut, allerdings spiegelt die Mischung der Zutaten die aktuelle ‚California Cuisine‘ wider: Zu meinem Roastbeef gabs (deutschen) Kartoffelsalat mit Sauerkraut und eine Kartoffelsuppe mit Krebsfleisch. Krude Mischung, das beste war tatsächlich diese lustige Krebssuppe. Die Mädels hatten hingegen einen Burger mit gegrilltem Lachs als Fleischbeilage. Auch lecker!
Morgen steht die letzte Etappe unserer Reise an. Es geht zurück auf Los, nach Los Angeles. Auf dem Weg nehmen wir noch ein Outlet-Center mit und shoppen noch ein paar Kleinigkeiten. Hoffentlich wird das Wetter wieder besser, nach über zwei Wochen durchgehendem Sonnenschein hat uns der Tag heute wettertechnisch gar nicht gefallen.
Bis morgen!


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