| Cable-Car fahren macht Spaß, ist aber ziemlich ruckelig |
Tach auch!
Heute morgen waren wir tatsächlich fast die letzten im Frühstücksraum. War ganz schön, dann musste man sich nicht zur Rush-Hour um Toast und Muffins kloppen. Danach habe ich mich mit dem Bus zum Musik-Mekka, dem ‚Amoeba-Records‘-Plattenladen aufgemacht. Der Schuppen liegt am Rande des Golden-Gate-Parks und ist mindestens doppelt so groß wie ein handelsüblicher ALDI. Also wer da nichts findet, ist selber schuld. Ich habe (nur) zwei CDs und eine Platte käuflich erworben, darunter zwei Schätze, die bei uns fast garnicht, oder wenn, dann nur ziemlich teuer zu haben sind. Insgesamt war ich aber weit über eine Stunde in dem Laden unterwegs, stöbern dauert und macht Spaß!
| Die Lombard Street vom Coit-Tower aus |
Danach bin ich zusammen mit Jessi eine Runde Cable-Car gefahren. Das gehört zu einem SF-Trip einfach dazu. Dieses einzigartige Gefährt wurde 1873 von Andrew Smith Hallidie erfunden und verkehrt bis heute auf drei Linien in San Francisco. Dabei werden die Wagen von einem mit etwa 15 km/h schnell laufenden Stahlseil unter der Straße angetrieben, jedoch nur dann, wenn der sogenannte ‚Gripman‘ den Greifer um das Kabel legt. Zum Bremsen können vorne und hinten große Holzklötze abgesenkt werden, die dann jedesmal einen leichten Räucherduft verströmen. Allerding hat man das Gefühl, dass die Einheimischen kaum mit dieser Touristenattraktion fahren. An den Wendepunkten, an denen die Wagen per Hand gedreht werden, bilden sich zur Mittagszeit ziemlich lange Schlangen. Trotzdem ist das Cable-Car eine gute Alternative zu den Oberleitungsbussen und den fast antiken Straßenbahnen, die sonst noch in der Stadt verkehren.
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| Der Financial District mit der bekannten Transamerica Pyramid |
Auf dem Weg zum ‚Coit-Tower‘ sind wir schonmal durch die ‚Lombard-Street‘, die angeblich kurvenreichste Straße der Welt geschlichen. Die Aussicht vom Turm, den irgendeine reiche Tussi der Feuerwehr von San Francisco gestiftet hat, war bei dem erneut strahlenden Wetter sehr gut, man konnte Alcatraz und die Golden-Gate-Bridge sehen. Auf dem Rückweg haben wir nochmal Halt am Maschinenhaus, dem Herz der Cable-Cars gemacht. In dem Backsteingebäude, das gleichzeitig als Museum dient, befinden sich die Motoren und Räder, die für den Antrieb der Kabel zuständig sind. In der Halle herrscht fast ohrenbetäubender Lärm, die Maschinen sind riesig und man kann sich trotzdem nicht so recht vorstellen, dass diese Kabel mehrere Kilometer unter der Stadt verlaufen und die uralten Waggons antreiben.
| Auf den Straßen der Stadt ist immer etwas los - besonders bei gutem Wetter |
Später haben wir noch ein paar Läden abgeklappert und einen leckern ‚Frozen Joghurt‘ gefuttert. Pausen müssen ja auch mal sein. Abendessen waren wir heute abend wieder zu viert in ‚Lori’s Diner‘, das uns schon am ersten Abend sehr gut gefallen hat. Jessi und ich sind danach nochmal über die Golden-Gate-Bridge gefahren, damit ich ein paar Nachtaufnahmen vom Wahrzeichen der Stadt machen konnte. Die Fahrt inklusive sechs Dollar Maut und kalten Fingern bei nur sieben Grad Außentemperatur mit reichlich Wind hat sich allerdings gelohnt. Der Ausblick ist super und auf den (langzeitbelichteten) Fotos sieht alles nochmal viel besser aus.
| Die Golden-Gate-Bridge bei Nacht: Eine atemberaubende Aussicht! |
Morgen früh lassen wir es wieder ruhig angehen. Erstmal müssen wir zusehen, dass wir unsere Klamotten wieder sicher verstaut kriegen. Wir haben uns in dem Zimmerchen mittlerweile schon fast häuslich eingerichtet, und müssen morgen erstmal aufräumen. Die Fahrt zum nächsten Zwischenstop dauert allerdings kaum mehr als zwei Stunden, von daher müssen wir uns nicht hetzen.
Ihr hört von uns ;)

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