| Zellenblock A: Richtig gemütlich wars hier wohl nicht. |
Guten Abend aus San Francisco!
Heute abend tun uns echt die Füße weh. Erst sind wir über Alcatraz gewandert, dann haben wir uns noch quer durch San Francisco geshoppt. Die Fähre zum wahrscheinlich bekanntesten Hochsicherheitsgefängnis ging um Punkt zehn Uhr morgens. Zu Fuß waren es vom Hotel bis zum Pier 33, an dem die Fähre ablegt, etwa 30 Minuten. Dabei sollte man den Weg allerdings taktisch klug wählen, weil San Francisco auf sieben großen Hügeln gebaut ist. Der Weg geht also im besten Fall genau zwischen den Hügeln hindurch, nicht darüber hinweg. Sonst ackert man sich den einen Berg rauf, um ihn auf der anderen Seite wieder runterzurennen. Jessi hat immernoch ein wenig Probleme mit ihrer Ferse, weshalb ihr das ewige auf und ab nicht besonders viel Spaß gemacht hat. Morgen fahren wir aber ohnehin erstmal mit dem Fahrrad durch die Gegend, das klappt bestimmt besser. Abgesehen von dem hügeligen Gelände ist San Francisco eine recht gemütliche Stadt ohne viel Stress und mit einem gewissen Europäischen Flair.
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| Der Innenhof, auf dem die Insassen Shuffleboard und Baseball spielten. |
Aber zurück zu Alcatraz: Die Fährfahrt dauert etwa 30 Minuten. Auf „The Rock“ angekommen, erhält man eine kurze Einführung durch freiwillige Guides und kann die bis zu 41 Meter hohe Gefängnisinsel danach auf eigene Faust erkunden. Eine kostenlose Audio-Tour mit Erzählungen von Zeitzeugen führt dabei durch den Zelltrakt, in dem unter anderem der Gagsterboss Al Capone eingesessen hat. Das 1963 geschlossene Gefängnis sieht von innen bereits ziemlich runtergekommen aus, liefert damit aber eine einzigartige Atmosphäre. Besonders die Erzählungen zu den Isolationszellen und dem großen Ausbruchsversuch im Jahr 1946, der Schlacht um Alcatraz, bei der drei Insassen und zwei Wärter ums Leben kamen, lassen einem Schauer über den Rücken laufen.
| Die Aussicht ist gut, von der Insel ohne Hilfsmittel jedoch unerreichbar. |
Danach haben wir eine kurzen Stop im Hotel eingelegt und sind dann direkt weiter zum Union Square um die Ecke. Dort warteten der Levi’s Store, H&M und Macy’s (hier gibts mal wieder alles) auf uns. Bisher hatte ich mit Levi’s Jeans nicht wirklich viel Glück, irgendwas passte immer nicht. Wie bei jedem langen Lulatsch passt entweder die Hose opben perfekt, ist unten aber zu kurz, oder sie schlackert an der Hüfte, ist dafür aber unten genau lang genug. Der supercoole Verkäufer hatte jedoch ein glückliches Händchen für Zwischengrößen und hat mit direkt drei passende, ziemlich coole Buchsen rangeschlürt, von denen ich zwei mitgenommen habe. Die Zweite kostete dabei nur die Hälfte, weshalb ich insgesamt locker unter 100 Dollar geblieben bin.
| Der alte Mann und das Calbe-Car. |
Was mir an San Francisco besonders gefällt, ist, dass die Leute (ähnliche wie in London) rumrennen wie sie wollen. Manche liegen mit ihrem Kleidungsstil sicher total daneben, viele sind auch einfach nur der totale Blickfang und übelst abgedreht (Hüte, Ketten, Schuhe usw. in allen Farben und Formen). Hier könnte ich wieder stundenlang am Straßenrand sitzen und nur Leute gucken. Ich hätte genug zu tun und es ist sicher besser als Fernsehen.
| San-Francisco-Typische Häuser. |
Morgen leihen wir uns mal ein Rad und fahren damit über die nicht ganz drei Kilometer lange Golden Gate Bridge. Die Hängebrücke ist übrigens nur Orange, weil den Bürgern der Stadt die Rostschutzfarbe so gut gefiel, dass der Bauingenieur anstatt eines grauen Anstriches das „International Orange“ beibehielt. Wir berichten morgen, was wir auf der Radtour so alles erlebt und gesehen haben.
Gute Nacht!

Könnte mich totlachen, durch daß ganze amerikanische Fastfoodgefresse hast du jetzt auch schon Zwischengrößen in den Hosen..
AntwortenLöschenKommst ganz nach deinem Alten,,,lol.
Lieben Gruß an alle.
Papa