Mittwoch, 28. März 2012

Das letzte Abendmahl...

Hallo zusammen!
Nachdem das Wetter ja gestern schon besser als erwartet war, haben Jonas und ich uns heute zum gemeinsamen Planschen im hoteleigenen beheizten Pool verabredet. Direkt nach dem reichhaltigen Frühstück haben wir unsere Adoniskörper (trifft eher auf Jonas zu, aber was solls...) durch das kühle Nass getrieben. Dabei sind  wir mindestens 40 Bahnen geschwommen, von denen eine jedoch allerhöchstens unglaubliche zehn Meter lang war. Noch besser konnte man den Hausmeistern allerdings vom pipiwarmen Whirlpool aus bei der Arbeit zugucken. So sieht Urlaub aus, hier das absolut sehenswerte Beweisfoto:

Bademeister Bierbauch macht nur im Weitwinkelformat eine gute Figur.
 Danach haben wir die Mädels ins Auto gepackt und uns noch einige Ecken von LA angesehen, unter anderem den Farmers Market, an dem es unzählige, oft teure Essensstände oder Restaurants gibt. Von Kuchen über thailändisches Essen und Weinbuden findet sich hier alles. Nebenan gab es noch ein nett hergerichtetes Shoppingviertel mit eigener kleiner Straßenbahn, in dem wir uns die Zeit vertreiben konnten. Danach hat Jonas uns den Campus seiner Uni gezeigt, an der er zwei Monate lang gearbeitet hat. An der California State University Northridge wirkt alles ziemlich modern, der Campus ist weitläufig aber total übersichtlich und sieht im Prinzip so aus, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Das liegt unter anderem auch daran, dass Hollywood um die Ecke liegt und die Filmteams alles naselang zum Filmen rüberkommen. Wahrscheinlich ist es den horrenden Studiengebühren von etwa 7000 Dollar im Quartal zu verdanken, dass die Uni dermaßen modern rüberkommt. Wir beschweren uns ja schon bei 500 Euro und machen Sitzstreiks, an richtigen Eliteunis müssen die Eltern aber regelmäßig Studiengebühren im fünfstelligen Bereich überweisen, damit die Blagen zu echten Brains ausgebildet werden.
Die Bibliothek auf dem Campus der Northridge University 

Danach haben Jessi und ich uns nochmal auf den Weg nach Santa Monica gemacht um noch ein wenig Strandfeeling zu geniessen, das Wetter war einfach viel zu gut. Zwischendurch wurden wir jedoch von einem am Wegesrand liegenden Macy’s aufgehalten. Jessi musste sowieso noch zig Kosmetika mitbringen und verloren haben wir uns in dem Ding dann auch noch. Man kann die verplemperte Zeit übrigens aufholen, indem man die Car-Pool-Lane der Highways nutzt: Hier dürfen nur Fahrzeuge mit mehr als zwei Passagieren fahren. Da in Amerika scheinbar jeder sein eigenes Auto hat und damit sogar von der Garage bis zur Haustür fährt, ist hier kaum was los, so dass man mit einem Auffenzahn an der sich dahinwindenden Blechlawine vorbeiheizen kann. Gefällt mir! Der Sonnenuntergang im gefühlt ausschliesslich von Sportlern und Straßenpennern bewohnten Santa Monica war heute nur mittelprächtig, weshalb wir uns zeitig auf den Weg zum Abendessen gemacht haben.
Nette Aussicht in Santa Monica
 Die „Cheese Cake Factory“ kannten wir schon aus San Francisco, bloß haben wir dort wirklich immer nur Käsekuchen in geschätzt drölfzig Varianten probiert. Heute abend haben wir nochmal Jonas Roomies Mascha, eine Freundin von ihr und Tony getroffen, um mit ihnen den Abschlussabend zu verbringen. Das Essen war wirklich super und die Bedienung total nett. Als der eine Kellner zwischendurch 30 Minuten Pause hatte, hat er uns sogar den Kollegen als Ersatz für diese Zeit vorgestellt. Ziemlich knuffig. Und mit sowas wie Bierproben als Entscheidungshilfe für das nächste kleine Bier (für millionärige 6,50 Dollar) kriegt man mich eh immer. 
Achso: Wir haben Tony noch unsere Schneeketten vermacht, die uns in den Nationalparks der Sierra Nevada so gute Dienste geleistet haben. Wir stellen die Dinger ins Internet und jemand bedürftiges kann sie dann von Tony erwerben. Metallketten haben sich noch nie gut im Handgepäck gemacht und einen Mister-T, der sich die zehn Kilo umhängen könnte, haben wir leider nicht dabei.
Das wars dann schon fast wieder mit Amerika und den USA. Morgen eiern wir nochmal etwas durch die Weltgeschichte, damit wir Alamo die Kiste auch komplett leergenudelt auf den Hof stellen können. Wer drauf kommt, welche Sehenswürdigkeit uns noch fehlt, der bekommt ein Überraschungsgeschenk meiner Wahl ;)
Gute Nacht!

Dienstag, 27. März 2012

Universal Studios Hollywood

Nabend aus LA!
Heute morgen mussten wir mal wieder etwas früher raus, um pünktlich an den Universal Studios zu sein. Die Fahrt dorthin sollte von unserem Hotel in der Nähe des LAX eine knappe halbe Stunde dauern. In LA kann man allerdings locker ein Drittel der Fahrzeit nochmal draufschlagen, wenn man annähernd pünktlich sein will. Die Parkplätze an den Studios kosten happige 15 Dollar, da wir aber zu viert sind, geht das schon klar, und weit laufen muss man von dort bis zum Eingang auch nicht mehr. Das Filmstudio, das heute zur NBC-Gruppe gehört, wurde 1912 von dem Deutschen Carl Laemmle gegründet und ist damit das älteste durchgehend produzierende Filmstudio.
1964 wurde um das großzügige Gelände des Filmstudios der gleichnamige Vergnügungspark angelegt. Viele bekannte Filmklassiker, die Universal hervorgebracht hat, finden sich in meist passenden Attraktionen wieder. Dazu gehören unter anderem „Shrek“, „Terminator“, „Die Mumie kehrt zurück“ und „Jurassic Park“. Einiges kannten wir bereits aus dem Park in Orlando (immernoch super: Der „Simpsons Ride“), den wir vor zwei Jahren besucht haben. Manches war aber auch neu, wie etwa die empfehlenswerte Studio-Tour, bei der man durch Original-Kulissen vieler Klassiker (etwa Stummfilm-Western), aber auch aktueller Serien wie Desperate Housewives und Bones gefahren wird. 
Ich glaube, hier wohnt Gabrielle Solice, gespielt von Eva Longoria
Die Wisteria Lane war hier natürlich das Hightlight für die Mädels, näher kann man an die verzweifelten Hausfrauen eben kaum rankommen. Viele der Sets, wie etwa die Straßenzüge die an New York angelehnt sind, finden sich gleich in mehreren Filmen wieder. Die City Hall beispielsweise ist sowohl in „Zurück in die Zukunft“ (1985) als auch in „Bruce Allmächtig“ (2003) zu sehen, allerdings in leicht abgewandelter Form, da ein großes Feuer im jahr 2008  viele der Kulissen zerstörte. Mittlerweile ist alles wieder aufgebaut und sogar um einige Attraktionen erweitert. Man wird zwar mit einem großen Cart durch die Kulissen gefahren und darf nicht aussteigen, der Wagen fährt allerdings unter anderem durch das größte 360 Grad 3D-Kino, das einen von Peter Jackson Produzierten King-Kong-Film zeigt. Sehr beeindruckend und sehenswert. Genauso die „Krieg der Welten“-Kulisse, für die eine Boeing 747 zerlegt wurde und nun eine riesige Katastrophen-Szenerie bildet. An einigen Stellen werden jedoch auch die entsprechenden Spezialeffekte der Drehorte vorgeführt, wie etwa die auf diesem Bild zu sehende Flutwelle in einem mediterranen Dorf, oder ein überraschend glaubhaftes Erdbeben in der U-Bahn von San Francisco.
Die zaubern hier einfach mal eine Sturzflut aus dem Ärmel.
Schönes Spektakel: Die "Waterworld"-Show.
Die Rides im Park sind ganz gut, allerdings könnten es für den hohen Eintrittspreis einige mehr sein (und Jonas hat uns schon günstigere Studententickets besorgt...). Achterbahnfreunde haben an einem Vormittag alles gesehen. Den ganzen restlichen Tag kann man allerdings gut mit weiteren Attraktionen und Shows verbringen, wie etwa der knapp 30-minütigen „Waterworld“-Show (super Film übrigens, müsste ich mal wieder gucken). Semi-bekannte Schauspieler, die schonmal kleine Rollen in CSI und Dr. House hatten, spielen hier in einem sehenswerten Spektakel aus Feuer- und Wassereffekten. Nass geworden sind wir zwar nicht, wäre aber auch nicht sonderlich schlimm gewesen. Der Wetterbericht hatte „bewölkt“ vorhergesagt und lag damit schon etwas daneben. Wir hatten die meiste Zeit Sonnenschein, bei dem man es im T-Shirt wunderbar aushalten konnte.

Mal sehen was der morgige Tag so bringt, hoffentlich bleibt das Wetter so gut, wie es heute war.

Montag, 26. März 2012

Welcome to the Jungle

Oha, hier isses schon wieder später geworden als gedacht. Habt ihr die Zeitumstellung gut hinter euch gebracht? Wir hatten die ja schon vor zwei Wochen, aber Amerika ist Europa ja immer etwas voraus (glaubt man den Amis...). Jedenfalls kann ich mich heute recht kurz halten. Jessi hat sich heute schon zu unchristlicher Zeit aus dem Bett geschält um per Skype Live zur Konfirmation ihres Cousins Gabriel nach Berlin geschaltet zu werden (Herzlichen Glückwunsch dazu auch nochmal von mir! Ich war heute morgen einfach noch nicht wach ;) ). Danach hat sie außerdem noch dieses Bild von einem Seelöwen gemacht, der draußen auf dem Pier rumgegrölt hat: 
Hier kräht morgens nicht der Hahn auf dem Mist, sondern der Seelöwe auf  dem Pier
 Anders als die Aussicht war das Frühstück im Sea Air Inn ziemlich mickrig, weshalb wir uns alle schon auf das bekannte Holiday Inn in Los Angeles gefreut haben (Bagels und Rührei! Lange nicht gehabt). Wir haben unsere Route auf der US #1 also weiter nach Süden fortgesetzt und sind in der Nähe von Los Angeles in ein riesiges Outlet-Center eingefallen. Hier hat heute ausnahmslos jeder etwas gefunden, unter anderem bei Levi’s, Adidas, DKNY und Fossil. Die Klotten sind wirlklich nochmal billiger als in San Francisco, da will man garnicht so genau hinsehen, ob es die Hose die man sich gerade gekauft hat hier nicht noch etwas billiger gegeben hätte...
Diesmal haben wir in LA ja unseren supergeilen Mietwagen zur Verfügung, der uns die ewig lange und doch eher lästige Busfahrt rüber nach Downtown bzw. Hollywood erspart. Dort haben wir heute abend endlich mal in einem Denny’s-Restaurant gegessen (vielen Dank für diesen und einige andere Tipps an Patrick!). Das Essen ist echt gut und garnicht mal teuer. Außerdem hat man im Gegensatz zu Mäcces und den ganzen anderen Fastfood-Läden, die einem schnell zum Halse raushängen, das Gefühl, tatsächlich in einem echten Restaurant zu sitzen. Sehr zu empfehlen!
Erneut ein erfolgreicher Shopping-Tag. Wir kommen mit prallen Koffern zurück!

Die Mädels haben sich direkt nach dem Essen ins Bett begeben (die haben uns aber auch heute wieder gut in Richtung Ziel manövriert, danke dafür!), Jonas und ich sind noch auf der Suche nach einem Gute-Nacht-Bier um den Block geirrt, aber dennoch fündig geworden. Diese Stadt ist ein echter Dschungel, der Guns `n Roses Song aus dem Titel passt deshalb wie die Faust aufs Auge.
Morgen steht endlich mal wieder Action auf dem Plan. Es geht in die Universal-Studios, Achterbahn fahren und 3D-Filme gucken. Das wird ein Spaß!

Sonntag, 25. März 2012

Mistwetter auf der US #1

Moin Moin!
Wir sind heute morgen alle überraschend gut aus dem Bett gekommen. Nichtmal die Mädels hatten einen Schädel von dem Wein den wir ihnen gestern vom Supermarkt mitgebracht haben. War aber auch der Gute von Robert Mondavi (ihr wisst schon, die Weinprobe ;) ). Etwas müde waren wir natürlich trotzdem, deshalb haben Jonas und ich uns für einen Teil der Strecke nach Morro Bay mal auf die Rückbank verzogen und den Mädels das Steuer überlassen. Und hey, wir leben noch!  Wir hatten aber natürlich auch nichts anderes erwartet. 
Leider hat es bereits heute morgen geregnet und das sollte sich den ganze Tag auch nichtmehr wirklich bessern. So konnten wir von der eigentlich wunderschönen Landschaft entlang der US #1 und dem in Carmel beginnenden 17-Mile-Drive (10 Dollar Maut) nur die Regenseite erleben. Jedenfalls haben wir an vielen Aussichtspunkten trotzdem Halt gemacht und konnten so wenigstens einige Eindrücke der zerklüfteten Küste mitnehmen und uns an den ziemlich hohen Wellen erfreuen. 

Eine der zahlreichen Buchten entlang der kurvigen US #1
 An einem der vielen „Scenic-View“-Punkte  konnte man einen ganzen Felsen voll mit Seehunden bewundern, außerdem flogen überall riesige Pelikane herum und kleine Erdhörnchen bettelten um Futter (das wir den kleinen Fresssäcken natürlich verwehrt haben). Abgesehen von „An der Küste entlang fahren“ hatten wir nur noch einen Besuch am ‚Hearst Castle‘, einem nahe San Simeon gelegenen Schloss geplant. Die Amis haben es allerdings echt drauf, jeden Furz zu vermarkten, als wäre es der Oberhammer und man düfte nicht ausreisen ohne es gesehen zu haben. So auch hier: Eintritt pro Tour 25 Dollar, es gibt allerdings drei verschiedene Touren. Falls jemand also das gesamte Schloss sehen will, muss er drei Touren zahlen. Mit dem Bus geht es dann vom überdimensionalen Parkplatz rauf zum Schloss. Von unten ist das nur als Silhouette zu erkennen, selbst rauffahren geht nicht. Dieser Ort ist scheinbar so überlaufen, dass man im Voraus Tickets kaufen sollte, um an einer Tour teilnehmen zu können. So dringend mussten wir das Ding dann auch nicht sehen, die nächste Tour wäre aber auch ohnehin erst morgen gewesen.
Der mächtige  'Morro Rock' bei Sonnenuntergang
 Das kleine Hafenstädtchen Morro Bay ist schon von weitem an dem fetten Morro Rock zu erkennen, der aus der Bucht ragt. Unsere netten Zimmer im 'Sea Air Inn' haben sogar Meerblick, auch wenn wir eher in zweiter Reihe wohnen. Weit bis zum Wasser ist es allerdings nicht und wir konnten bei der Ankunft bereits mehrere Seehund aus der Nähe sehen. Die faulen Viecher sind ganz gemütlich in der Bucht direkt am Pier herumgeschwommen. Klar sehen die niedlich aus, streicheln ist allerdings eine blöde Idee. Wenige Minuten später ist ein Pelikan quasi auf einem der Seehund gelandet, welcher ihn direkt angegriffen und unter Wasser gezogen hat. Sofort war Action am Pier, aber der Pelikan konnte sich irgendwie noch gerade so retten und vor dem hinterherschwimmenden Seehund flüchten. Knappes Ding auf jeden Fall.
Ein Pelikan mit lustiger Irokesen-Frisur

Essen waren wir vorhin im ‚Hofbrau‘, einem deutsch-amerikanischen Restaurant, das aber auch Fischgerichte anbietet. Essen und Bier waren günstig und ganz gut, allerdings spiegelt die Mischung der Zutaten die aktuelle ‚California Cuisine‘ wider: Zu meinem Roastbeef gabs (deutschen) Kartoffelsalat mit Sauerkraut und eine Kartoffelsuppe mit Krebsfleisch. Krude Mischung, das beste war tatsächlich diese lustige Krebssuppe. Die Mädels hatten hingegen einen Burger mit gegrilltem Lachs als Fleischbeilage. Auch lecker!
Morgen steht die letzte Etappe unserer Reise an. Es geht zurück auf Los, nach Los Angeles. Auf dem Weg nehmen wir noch ein Outlet-Center mit und shoppen noch ein paar Kleinigkeiten. Hoffentlich wird das Wetter wieder besser, nach über zwei Wochen durchgehendem Sonnenschein hat uns der Tag heute wettertechnisch gar nicht gefallen.

Bis morgen!

Samstag, 24. März 2012

Route #1 nach Santa Cruz

Schöne Strände finden sich entlang der Route #1

Guten Abend aus dem Surferparadies Santa Cruz!
Der Abschied aus San Francisco ist uns irgendwie schwer gefallen. Man kann diese gemütliche Stadt innerhalb weniger Tage kennen und lieben lernen. Wir werden sicherlich nochmal zurück kommen und das Flair dieser besonderen Stadt genießen. Noch in San Francisco sind wir auf die US #1 eingebogen, die uns entlang der Küste zurück nach Los Angeles führen wird. Bereits die ersten Meilen der empfehlenswerten Strecke warten mit schönen Stränden und Küstenlinien auf, die für tolle Ausblicke sorgen.
Santa Cruz hat nur knapp 60.000 Einwohner, von denen offenbar die meisten surfen, Volleyball spielen oder sich anderweitig sportlich betätigen. Vor der Küste von Santa Cruz finden sich perfekte Bedingungen fürs Wellenreiten und bereits zu dieser Jahreszeit können einige Surfer dabei beobachtet werden. Wir haben zunächst das kleine aber feine Surfmuseum besucht. Es ist das erste und wahrscheinlich auch das kleinste der Welt, informiert aber gut über die Entstehung und Entwicklung des Surfsports in Santa Cruz und Kalifornien.


Danach haben wir den Santa Cruz Boardwalk besucht. Dieser große Vergnügungspark direkt am Strand öffnet jedoch erst im Sommer und war daher heute eher spärlich besucht. Während der Sommermonate ist hier aber sicher die Hölle los. Das Wetter spielt allerdings immernoch mit, in der Sonne kann man es (ohne Wind) sehr gut aushalten. Unsere Sonnenbrände sind mittlerweile erfreulicherweise einer angenehmen Bräune gewichen.

Heute abend haben wir es uns bei Wein und Bier sowie einer Runde Poker auf dem Hotelzimmer gutgehen lassen. Weil wir morgen wieder nicht besonders früh raus müssen, haben wir vorhin nochmal Nachschub aus dem ganztags geöffneten ‚7Eleven‘-Supermarkt geholt. Mal sehen, wer uns morgen nach Morro Bay fährt ;) 

Schöne Grüße von der Westküste! 

Eine Wandmalerei in der Nähe des Santa Cruz Boardwalk

Freitag, 23. März 2012

Cable-Cars und Nachtansichten

Cable-Car fahren macht Spaß, ist aber ziemlich ruckelig
 Tach auch!
Heute morgen waren wir tatsächlich fast die letzten im Frühstücksraum. War ganz schön, dann musste man sich nicht zur Rush-Hour um Toast und Muffins kloppen. Danach habe ich mich mit dem Bus zum Musik-Mekka, dem ‚Amoeba-Records‘-Plattenladen aufgemacht. Der Schuppen liegt am Rande des Golden-Gate-Parks und ist mindestens doppelt so groß wie ein handelsüblicher ALDI. Also wer da nichts findet, ist selber schuld. Ich habe (nur) zwei CDs und eine Platte käuflich erworben, darunter zwei Schätze, die bei uns fast garnicht, oder wenn, dann nur ziemlich teuer zu haben sind. Insgesamt war ich aber weit über eine Stunde in dem Laden unterwegs, stöbern dauert und macht Spaß! 

Die Lombard Street vom Coit-Tower aus
Danach bin ich zusammen mit Jessi eine Runde Cable-Car gefahren. Das gehört zu einem SF-Trip einfach dazu. Dieses einzigartige Gefährt wurde 1873 von Andrew Smith Hallidie erfunden und verkehrt bis heute auf drei Linien in San Francisco. Dabei werden die Wagen von einem mit etwa 15 km/h schnell laufenden Stahlseil unter der Straße angetrieben, jedoch nur dann, wenn der sogenannte ‚Gripman‘ den Greifer um das Kabel legt. Zum Bremsen können vorne und hinten große Holzklötze abgesenkt werden, die dann jedesmal einen leichten Räucherduft verströmen. Allerding hat man das Gefühl, dass die Einheimischen kaum mit dieser Touristenattraktion fahren. An den Wendepunkten, an denen die Wagen per Hand gedreht werden, bilden sich zur Mittagszeit ziemlich lange Schlangen. Trotzdem ist das Cable-Car eine gute Alternative zu den Oberleitungsbussen und den fast antiken Straßenbahnen, die sonst noch in der Stadt verkehren.
Der Financial District mit der bekannten Transamerica Pyramid
 Auf dem Weg zum ‚Coit-Tower‘ sind wir schonmal durch die ‚Lombard-Street‘, die angeblich kurvenreichste Straße der Welt geschlichen. Die Aussicht vom Turm, den irgendeine reiche Tussi der Feuerwehr von San Francisco gestiftet hat, war bei dem erneut strahlenden Wetter sehr gut, man konnte Alcatraz und die Golden-Gate-Bridge sehen. Auf dem Rückweg haben wir nochmal Halt am Maschinenhaus, dem Herz der Cable-Cars gemacht. In dem Backsteingebäude, das gleichzeitig als Museum dient, befinden sich die Motoren und Räder, die für den Antrieb der Kabel zuständig sind. In der Halle herrscht fast ohrenbetäubender Lärm, die Maschinen sind riesig und man kann sich trotzdem nicht so recht vorstellen, dass diese Kabel mehrere Kilometer unter der Stadt verlaufen und die uralten Waggons antreiben.

Auf den Straßen der Stadt ist immer etwas los - besonders bei gutem Wetter
Später haben wir noch ein paar Läden abgeklappert und einen leckern ‚Frozen Joghurt‘ gefuttert. Pausen müssen ja auch mal sein. Abendessen waren wir heute abend wieder zu viert in ‚Lori’s Diner‘, das uns schon am ersten Abend sehr gut gefallen hat. Jessi und ich sind danach nochmal über die Golden-Gate-Bridge gefahren, damit ich ein paar Nachtaufnahmen vom Wahrzeichen der Stadt machen konnte. Die Fahrt inklusive sechs Dollar Maut und kalten Fingern bei nur sieben Grad Außentemperatur mit reichlich Wind hat sich allerdings gelohnt. Der Ausblick ist super und auf den (langzeitbelichteten) Fotos sieht alles nochmal viel besser aus.

Die Golden-Gate-Bridge bei Nacht: Eine atemberaubende Aussicht!
Morgen früh lassen wir es wieder ruhig angehen. Erstmal müssen wir zusehen, dass wir unsere Klamotten wieder sicher verstaut kriegen. Wir haben uns in dem Zimmerchen mittlerweile schon fast häuslich eingerichtet, und müssen morgen erstmal aufräumen. Die Fahrt zum nächsten Zwischenstop dauert allerdings kaum mehr als zwei Stunden, von daher müssen wir uns nicht hetzen.
Ihr hört von uns ;)

Donnerstag, 22. März 2012

Blazing Saddles in SF

Blick auf Downtown und die 'Painted Ladies' 
 Mahlzeit!
Die Radtour die wir heute geplant hatten, war ein echter Erfolg. Besonders in touristischer Hinsicht, wir haben viel gesehen und sind ziemlich weit rumgekommen. Aber auch wenn es um die Veränderung der Hautfarbe geht, können wir uns nicht beklagen. Letzte Woche hat es in San Francisco fast durchgehen geregnet, diese Woche scheinen wir echt Glück zu haben. Die Sonne hat uns bis etwa drei Uhr Nachmittags voll auf den Pelz gebrannt. Wer braucht schon Sonnencreme. Hoffentlich wirds braun, bevor es abpellt...
Die Fahrradstation von Blazing Saddles war bei uns um die Ecke und wir haben das stinknormale Standard-Fahrrad genommen. Pro Tag zahlt man (mit Coupons) nur 31 Dollar pro Person, die sich wirklich lohnen. Helme gibts zwar dazu, die haben wir aber verschmäht weil wir mutige Diven sind und uns nicht die Frisuren ruinieren wollten (ich weiß, dass ich keine habe. Bei den anderen Drei gilt das Argument aber). Dazu gab es noch einen Routenplan, an den wir uns aber nicht immer ganz gehalten haben. Das radeln durch die Stadt war ziemlich angenehm, wir wurden galueb ich nur einmal angehupt, weil wir an einer grünen Ampel nicht losgefahren sind, ansonsten ist es recht entspannt zu fahren, wenn man etwas aufpasst. Zwischen den rücksichtsvollen Autofahrern kann man sich aber auch elegant hindurchschlängeln.
Wir haben zunächst die ‚Painted Ladies‘, eine Sechserreihe der Viktorianisch angehauchten Häuser in San Francisco, angesteuert, die direkt am Alamo Square gelegen sind. Von dort konnte man auf meist ebenen Strecken in der sonst so hügeligen Bay-Area-Metropole einige Aussichtspunkte erreichen, von denen man die Golden-Gate-Bridge besonders gut sehen konnte. Zunächst war es wie gesagt sehr sonnig mit blauem Himmel soweit man sehen konnte.
 Als wir auf dem Weg zu Brücke auf einem Hügel angekommen waren, zogen jedoch Wolken auf, die sich direkt vor unseren Augen bildeten. Besonders morgens und abends ist dieses Nebelphänomen zu beobachten. Die feuchte Luft steigt an den Bergen rund um die Stadt auf und das Wasser kondensiert, sobald es kälter wird. Das Schauspiel konnten wir später direkt von der Brücke, die wir natürlich mit dem Rad überquert haben, beobachten. Zunächst kamen wir jedoch an ein altes, verlassenes Gebäude (vielleicht ein Bunker), das einen guten Blick auf die Brücke erlaubte. Zufällig habe ich einen kleinen Weg gefunden, der recht steil hinunter zum Wasser führte. 
Nach etwas Kraxelei waren wir unten und konnten tolle Fotos in der üppigen Brandung schiessen, die dem normalen Tourist im Sightseeing-Bus wohl für immer verwehrt bleiben werden. Den Weg über die Brücke mussten wir uns dann wieder mit vielen anderen Touris teilen, entlohnt wurden wir aber mit interessanten Nebelschwaden, die unter (!) der Brücke herzogen und einen interessanten Blick auf San Francisco erlaubten.
Unser Secret Spot: Super Blick auf die Brücke abseits der Touristenpfade
 Auf der anderen Seite des Golden Gates geht es bergab in das kleine Städtchen Sausalito, wo wir zunächst eine Mittagspause gemacht haben und uns dann aus leichter Erschöpfung  und Faulheit für die Rückfahrt mit der Fähre entschieden haben. Ungefragt Unterhalten hat uns dabei Karl, einer der Matrosen. Er hat Verwandte (Tante Hiltraud) in Hamburg und kennt sich auch sonst ganz gut in Deutschland aus. Sein Denglisch haben wir aber alle nicht so ganz verstanden. Trotzdem wurde ich später mit Handshake von der Fähre verabschiedet. Ich weiß auch nicht, warum ich solche Leute immer so anziehe, aber wenigstens hat man dann später was zu erzählen – zum Beispiel wenn man einen Reiseblog schreibt.

Schummrig, charmant und rappelvoll: Die "Gold Dust Bar" in Downtown

Den Abend haben wir direkt gegenüber unseres Hotels ausklingen lassen (Warum weit laufen? Wir wohnen in Downtown!). Die „Gold Dust Bar“ hat einen Türsteher, der wie ein Mafiosi aus der Prohibitionszeit wirkt. Auch drinnen herrscht echtes „San-Francisco-vor-70-Jahren“-Feeling. Das Licht ist bis zum Gehtnichtmehr gedimmt, alles ist in dunkem Holz gehalten und eine Live-Band spielt Blues- und Country-Klassiker wie „Ring of Fire“. Die Drinks sind ganz lecker, aber natürlich recht teuer im Gegensatz zu denen in deutschen Kneipen (Wie gesagt, Downtown!). 
Allerdings ist man dafür mitten im Straßenleben, draußen vor den Kirchenglasfenstern rattert alle naselang das klingelnde Cable-Car entlang und alte Businessmen feiern neben Jüngeren Locals ihren wohlverdienten Feierabend.
Die Aussichten für morgen: Lange schlafen, dann mit dem Cable-Car durch die Stadt fahren. Stops beim Cable-Car-Museum (kostenlos) und bei Amoeba-Records (wohl eher nicht kostenlos...) sind schon fest eingeplant. Alles andere ergibt sich wie immer von selbst. Hoffentlich scheint morgen mal nicht die Sonne. Wir haben echt alle rote Köppe und müssen zusehen, dass das nicht noch schlimmer wird.

Bis morgen! Haut rein ;) 

Mittwoch, 21. März 2012

Alcatraz - "The Rock"

Zellenblock A: Richtig gemütlich wars hier wohl nicht.
 Guten Abend aus San Francisco!

Heute abend tun uns echt die Füße weh. Erst sind wir über Alcatraz gewandert, dann haben wir uns noch quer durch San Francisco geshoppt. Die Fähre zum wahrscheinlich bekanntesten Hochsicherheitsgefängnis ging um Punkt zehn Uhr morgens. Zu Fuß waren es vom Hotel bis zum Pier 33, an dem die Fähre ablegt, etwa 30 Minuten. Dabei sollte man den Weg allerdings taktisch klug wählen, weil San Francisco auf sieben großen Hügeln gebaut ist. Der Weg geht also im besten Fall genau zwischen den Hügeln hindurch, nicht darüber hinweg. Sonst ackert man sich den einen Berg rauf, um ihn auf der anderen Seite wieder runterzurennen. Jessi hat immernoch ein wenig Probleme mit ihrer Ferse, weshalb ihr das ewige auf und ab nicht besonders viel Spaß gemacht hat. Morgen fahren wir aber ohnehin erstmal mit dem Fahrrad durch die Gegend, das klappt bestimmt besser. Abgesehen von dem hügeligen Gelände ist San Francisco eine recht gemütliche Stadt ohne viel Stress und mit einem gewissen Europäischen Flair.
Der Innenhof, auf dem die Insassen Shuffleboard und Baseball spielten.
 Aber zurück zu Alcatraz: Die Fährfahrt dauert etwa 30 Minuten. Auf „The Rock“ angekommen, erhält man eine kurze Einführung durch freiwillige Guides und kann die bis zu 41 Meter hohe Gefängnisinsel danach auf eigene Faust erkunden. Eine kostenlose Audio-Tour mit Erzählungen von Zeitzeugen führt dabei durch den Zelltrakt, in dem unter anderem der Gagsterboss Al Capone eingesessen hat. Das 1963 geschlossene Gefängnis sieht von innen bereits ziemlich runtergekommen aus, liefert damit aber eine einzigartige Atmosphäre. Besonders die Erzählungen zu den Isolationszellen und dem großen Ausbruchsversuch im Jahr 1946, der Schlacht um Alcatraz, bei der drei Insassen und zwei Wärter ums Leben kamen, lassen einem Schauer über den Rücken laufen.
Die Aussicht ist gut, von der Insel ohne Hilfsmittel jedoch unerreichbar.
 Danach haben wir eine kurzen Stop im Hotel eingelegt und sind dann direkt weiter zum Union Square um die Ecke. Dort warteten der Levi’s Store, H&M und Macy’s (hier gibts mal wieder alles) auf uns. Bisher hatte ich mit Levi’s Jeans nicht wirklich viel Glück, irgendwas passte immer nicht. Wie bei jedem langen Lulatsch passt entweder die Hose opben perfekt, ist unten aber zu kurz, oder sie schlackert an der Hüfte, ist dafür aber unten genau lang genug. Der supercoole Verkäufer hatte jedoch ein glückliches Händchen für Zwischengrößen und hat mit direkt drei passende, ziemlich coole Buchsen rangeschlürt, von denen ich zwei mitgenommen habe. Die Zweite kostete dabei nur die Hälfte, weshalb ich insgesamt locker unter 100 Dollar geblieben bin.
Der alte Mann und das Calbe-Car.
 Was mir an San Francisco besonders  gefällt, ist, dass die Leute (ähnliche wie in London) rumrennen wie sie wollen. Manche liegen mit ihrem Kleidungsstil sicher total daneben, viele sind auch einfach nur der totale Blickfang und übelst abgedreht (Hüte, Ketten, Schuhe usw. in allen Farben und Formen). Hier könnte ich wieder stundenlang am Straßenrand sitzen und nur Leute gucken. Ich hätte genug zu tun und es ist sicher besser als Fernsehen.
San-Francisco-Typische Häuser.

Morgen leihen wir uns mal ein Rad und fahren damit über die nicht ganz drei Kilometer lange Golden Gate Bridge. Die Hängebrücke ist übrigens nur Orange, weil den Bürgern der Stadt die Rostschutzfarbe so gut gefiel, dass der Bauingenieur anstatt eines grauen Anstriches das „International Orange“ beibehielt. Wir berichten morgen, was wir auf der Radtour so alles erlebt und gesehen haben.

Gute Nacht! 

Dienstag, 20. März 2012

Weinprobe und Golden Gate


Die Mondavi Winery im Napa-Valley
Hi Folks! How `s it goin`?
Wahrscheinlich wisst ihr garnicht genau, wo wir uns grade herumtreiben. Die Karte oben rechts hats irgendwie zerlegt und ich muss zusehen, dass ich die geflickt kriege. Wir sind jedenfalls heute Nachmittag heile in San Francisco angekommen. Der Weg führte uns, wie schon gesagt, durch das kleine Weinanbaugebiet des Napa und Sonoma Valley. Verschlungene und streckenweise ziemlich enge Straßen führen durch das Tal, das mit moosbehangenen Eichen ein gespenstisch-romantisches Flair ausstrahlt. Obwohl es flächenmäßig im Vergleich zu den anderen Anbaugebieten Kaliforniens verschwindend klein ist, kommen hierher die besten amerikanischen Weine. 90 Prozent der amerikanischen Weine kommen aus Kalifornien, auf Napa entfallen davon nur mickrige 4 Prozent. Hier gilt also Qualität statt Quantität. Das hat uns auch der überaus freundliche und ziemlich liebenswerte Richard, unser Guide auf der Führung durch die Robert Mondavi Winery, erklärt. 
Richard, unser engagierter, supernetter Wein-Opa. Unten seht ihr die Reben.
Der alte Herr war echt mit Herzblut bei der Sache und hat selbst für uns verständlich erklärt, wie der Wein angebaut, hergestellt und richtig getrunken wird (nebenbei hat er noch den deutschen Riesling gelobt). Dass der Wein am besten auf recht mageren Böden wachsen muss, damit er auch ordentlich leidet und möglichst kleine, dafür aber umso schmackhaftere Beeren bildet, war mir bisher nicht klar. Ehrlich gesagt sehen die Weinreben auch eher aus wie Kitzelfichten. Kurios genug, dass daraus mal echt guter Wein werden soll. Die Hallen mit den Fässern, in denen die Beeren später zu Wein verarbeitete werden, sind riesengroß und total beeindruckend. Später konnten wir noch drei Hausweine verkosten und haben nebenbei gelernt, wie man richtig Aroma aus einem Wein herauskitzelt und dass schwere Rotweine aus einem großen Glas besser schmecken als aus einem kleinen (probiert das mal aus, ich hab mich auch gewundert). Mitgenommen hätten wir am liebsten den lecker fruchtigen Weißwein, aber knappe 30 Dollar pro Flasche war er uns dann doch nicht Wert. Die Führung war sehr interessant und kostete pro Person 25 Dollar. Wir sind echt froh, dass wir das gemacht haben. 

Die Kronjuwelen: Hier lagert der Wein. Die rote Farbe stammt aus dem Bodensatz der Fässer.

Zufriedene (weil angeheiterte) Gesichter: Die Verkostung war geil!
 Danach gings dann (leicht angeschäkert) endlich wieder zurück in die Zivilisation. Wir haben jetzt mehrere Tage damit verbracht, immer wieder nach der nächsten Tanke oder einem Supermarkt Ausschau zu halten. In San Francisco ist alles wieder auf der anderen Straßenseite zu finden. Wir wohnen im Stratford Hotel direkt am Union Square (Zum Vergleich: In New York würde man am Times Square wohnen). Direkt um die Ecke finden sich Macy’s, der Levis-Store sowie Victoria Secret und H&M (immer noch groß im Kommen hier drüben, für uns zuhause natürlich ein alter Hut). Auf den komplette Shopping-Overkill freut sich Jessi jetzt schon wie Bolle. Ich muss allerdings auch langsam zusehen, dass ich was in den Koffer kriege. Meine zwei langen Hosen habe ich jetzt lange genug angehabt, für kurze Buchsen ist es hier oben leider zu kalt. Außerdem muss ich noch in den riesigen Plattenladen, Amoeba Records, darauf freue ich mich auch schon länger.
Lori's: Ein echtes Diner mit allerhand 50er-Jahre Devotionalien.
Heute abend waren wir nurnoch kurz etwas in Lori’s Diner spachteln. Der Laden ist original 50er-Jahre, es gibt fette Burger und günstiges Bier. Die Tische sind im typischen Diner-Stil eingerichtet, an der Wand gibts sogar eine private Tisch-Jukebox. Für einen Dollar kann man sich drei Titel aussuchen, was mich dazu bewogen hat endlich mal mein Kleindgeld loszuwerden. Leider konnte man die Titellisten nichtmehr durchrattern, weshalb wir uns fast nur Songs von Johnny Cash ausgesucht haben, was ja bei weitem nicht das Schlechteste ist. Die Titel laufen dann übrigens im gesamten Laden, was uns erst gewundert, dann aber gefreut hat.
Morgen früh gehts erstmal in den Knast: Wir hatten schon im Voraus Tickets für Alcatraz gebucht. Mal sehen wie es da drüben so aussieht. Ausserdem gehen wir wohl erstmal ordentlich Shoppen. Das wird ein Spaß!
Gute Nacht, bis morgen!

Montag, 19. März 2012

Yosemite Nationalpark

Ach, was haben wir gut geschlafen. Endlich wieder ein ordentliches Motelzimmer, sauber und recht geräumig. Der Typ an der Rezeption war auch total knuffig. Ein älterer Inder, der Jonas und mir in gebrochenem Englisch versucht hat zu erklären, wo wir was unterschreiben müssen und wann wir auschecken sollen. Verstanden haben wir fast nichts, was auch daran gelegen hat, dass dem Guten  unter anderem die Schneidezähne gefehlt haben. Draußen mussten wir uns erstmal kaputtlachen, weil wir uns beide während des Eincheckens ziemlich zügeln mussten, nicht bereits da laut loszulachen. Nach dem Mäcces-Frühstück direkt neben dem Motel (wir dachten wir hätten Frühstück gebucht. Hatten wir auch, der Inder hatte uns aber bereits abends jeweils zwei Gutscheine für ein McDonalds-Frühstück in die Hand gedrückt. Das habe ich so auch noch nicht erlebt, aber gut...) hat er uns dann noch am Parkplatz mit den Worten: “Ju livi?“ („Are you leaving?“) und seinem gewinnenden Lächeln die Zimmerkarten abgenommen.  

Alles verschneit und schön blauer Himmel, zumindest am Anfang...
 Der Weg von Fresno in den berühmten Yosemite-Nationalpark, im zentralen Hochgebirge der Sierra Nevada gelegen, ist recht kurz. Wieder fährt man am Fuße des Gebirges an satt grünen Wiesen vorbei, die erst in über tausend Metern höhe den Steinen weichen. Es hat in den letzten Tagen auch hier reichlich Neuschnee gegeben und das Yosemite-Valley ist daher von allen Zugängen nur über Pässe zu erreichen, die komplett eigeschneit sind. Die Ketten ziehen wir an einer Art Checkpoint auf, der von einem Park-Ranger kontrolliert wird, der einen freundlich darauf hinweist, dass man ohne Hilfsmittel nichtmehr weit kommt. 

Sobald man aber über den Pass gefahren ist, sind die Straßen (im Gegensatz zu denen im Kings Canyon) im Valley vorbildlich geräumt und gestreut. Hier waren die Schneeketten eher hinderlich, sie machen auf Asphalt nur Krach und schneller als 30 mph sollte man damit auch nicht fahren. An den zahlreichen Aussichtspunkten, die man auf dem Weg durch den Park passiert, sind die beeindruckenden Granitfelsen (Half Dome, El Capitan) und Wasserfälle (Yosemite und Bridalveil Falls) recht gut zu sehen.
Nebenschwaden ziehen durchs Valley. Links der eindrucksvolle El Capitan, rechts die Cathedral Rocks mit den Bridalveil Falls.

Der Lower Yosemite Fall.
 Zunächst hatten wir noch etwas blauen Himmel, der sich dann aber immer mehr zuzog und nurnoch wenig Licht für gute Fotos lieferte. Später schneite es dann wieder recht heftig, besonders auf dem Weg in Richtung Sacramento, bei dem man den teils recht steilen Anstieg aus dem Valley bewältigen muss. Wir hatten heute allerdings schon gutes Wetter im Park. Heute morgen haben wir noch zwei Deutsche getroffen, die gestern schon dort waren und wegen des starken Schneefalls gar nicht reinfahren konnten. 

Im Sommer, wenn der Schnee weggetaut ist und die tief hängenden Wolken und Nebelschwaden verschwunden sind, muss es in diesem Gebiet nahezu magisch sein. Nicht umsonst gehört Yosemite zum UNESCO Weltnaturerbe und ist weltweit für seine Artenvielfalt und die unglaubliche Landschaft bekannt.

Auf der Weiterfahrt nach Sacramento, dem Regierungssitz Kaliforniens, ging es durch die grünsten Wiesen die ich bisher gesehen habe. Überall weiden Kühe und das mediterrane Klima hat eine ganz besondere Landschaft mit malerischen Hügeln und kleinen Bächen und Seen geschaffen. Kaum vorzustellen, dass nur einige Meilen weiter der tiefste Winter mit Temperaturen unter dem Nullpunkt herrscht. Zum Abendbrot haben wir uns Pizza aufs Motelzimmer bestellt, weil wir Hunger auf Pizzza und keine Lust hatten uns irgendwohin zu bewegen. Das scheint die einsetzende Amerikanisierung zu sein. Wenn wir wieder in Deutschland sind, kaufen wir uns wahrscheinlich solche Elektro-Carts für Rentner und lassen Treppenlifte installieren...

Kalifornien mediterran: Grüne Wiesen, Flüsse und Seen. Vom Schneegestöber weiter oben keine Spur.
Morgen kurven wir durch die Hügel des Napa-Valley, dem bekannten Weinanbaugebiet und erreichen endlich San Francisco. Darauf freuen wir uns schon die ganze Zeit. Die langen Touren haben wir hinter uns, jetzt haben wir endlich Urlaub ;)
Gute Nacht aus der State Capitol!

Sonntag, 18. März 2012

Kings Canyon und die Riesenbäume

Durchfahrt zum Kings Canyon gesperrt - und Ketten braucht man auch...
Tach zusammen!
Wie der Wetterbericht bereits vermuten ließ, ist heute unserer Gut-Wetter-Serie gerissen. Das erste Mal seit Beginn unserer Rundreise mussten wir Sonne und angenehm milde Temperaturen gegen Regen, Wind und Kälte tauschen. Aber das hatten wir uns ja selbst eingebrockt. Von Bakersfield ging es durch die sogenannte ‚Kornkammer‘ der USA. Hier wird ein Großteil des in den Vereinigten Staaten verzehrten Obst und Gemüse sowie Wein und Oliven angebaut. Das Klima ist dafür wie geschaffen, die Temperaturen sind recht mild, es gibt reichlich Sonne, aber auch genügend Niederschläge. Bis nach Visalia, von wo aus man in den Sequoia Nationalpark fährt, säumen riesige Plantagen mit dem oben Genannten die Straßen. 
Erlaubt oder nicht: Zwei Orangen haben wir gepflückt und werden sie morgen mal zum Frühstück verspeisen. Zu Beginn erinnert die Landschaft auf dem Weg in die eigentlich zusammenhängenden Parks an eine Mischung aus mediterranem Klima und englischen Graslandschaften. Über allem hängen bedrohliche Wolken, ab und zu regnet es und uns schwant, dass es keine gemütliche Fahrt durch die Nationalparks werden wird. Am Eingang zum Sequoia Nationalpark in Three Rivers ist der erste Anlauf dann auch schon zuende: Die Verbindungsstraße zwischen Kings Canyon und Sequoia ist gesperrt, wir sollen lieber umdrehen und weiter nördlich direkt in den Kings Canyon fahren. Schneeketten wurden uns in einem Atemzug auch noch ans Herz gelegt. 
An der nächsten Tanke fragen wir mal vorsichtig nach, was der Spaß mit den ketten denn so kosten soll. Leihen: 40 Dollar. Kaufen: 60-110 Dollar...leihen macht wenig Sinn, an der Tanke kommen wir ja nie wieder vorbei. Also gurken wir erstmal den ganzen Weg zurück nach Visalia, um uns am Kings Canyon zu versuchen. 
...also eingekauft und dran damit!
In Squaw Valley hatten wir gehofft ebenfalls Ketten leihen zu können, auf dem Rückweg nach Fresno, unserem nächsten Stop, könnten wir die Dinger schließlich wieder abgeben. Der Auto-Service dort hat jedoch noch sage und schreibe ein (!) Paar in unserer Reifengröße da, Leihen geht aber nicht. Für 53 Dollar nehmen wir die nötigen Metallteile aber auch so mit. Wie sich herausstellte, war das eine ganz gute Entscheidung. Bereits auf über tausend Metern Höhe ist am Straßenrand der erste Schnee zu erkennen. Auch die von unten so bedrohlich wirkenden Wolken kommen immer näher und sind eigentlich Höhennebel. 
Nachdem mehrere Schilder auf das Anlegen der Schneeketten hingewiesen hatten, kramen wir die Schnäppchen dann auch wirklich raus und haben sie nach einer knappen Viertelstunde auch schon fest um die Reifen geklemmt. So wird der eigentlich nervenaufreibende Anstieg zum Kinderspiel. Je höher wir kommen, umso tiefer wird der Schnee. Die Außentemperatur fällt von etwa 15°C auf unter Null. So langsam haben wir wirklich nahezu alle Klimazonen des unfassbar vielfältigen Kalifornien gesehen und erlebt. 

Oben sieht es dann schon anders aus, düster und verschneit
Jessi auf dem Weg zum General Grand Tree
 Am Visitor Center auf etwa 2300 Metern angekommen schneit es dann recht ordentlich und unser Schuhwerk ist dem recht tiefen Schnee nicht wirklich angepasst. Jessi ist sogar nur mit Rock und Strumpfhose durch den streckenweise fast knietiefen Neuschnee gatapert. Den Fußweg zum ‚General Grant Tree‘ haben wir natürlich trotzdem auf uns genommen, nasse Füße hin oder her. Schließlich gibts es einen der größten lebenden Organismen auf diesem Planeten zu sehen. Um auf eine Höhe von über 80 Metern anzuwachsen, brauchte dieser Sequoia-Baum Schätzungen zufolge nur schlappe 1650 Jahre. Dass er wirklich so riesig ist, sieht man allerdings kaum, weil der komplette Wald aus unfassbar großen Bäumen besteht. Erst wenn man verzweifelt versucht, das Ding komplett auf ein einziges Foto zu bekommen, erkennt man seine Dimensionen.

Auf dem Weg nach Fresno konnten wir erneut die sich mit jedem Höhenmeter verändernde Landschaft geniessen. Achso, heute war übrigens der erste Tag, an dem wir mal nicht tanken mussten. Die Wege hier sind echt lang und trotzdem wir unseren kleinen Panzer nur sanft treten (wir brauchen nur um die 10l auf 100 Kilometer) ist der Tank ratzfatz leer. Das Hotelzimmer in dem wir grade sitzen ist echt angenehm geräumig und vor allem sehr sauber. Im Gegensatz zum Drecksloch von gestern. Selbst Jonas berechtigte Kritik zur Sauberkeit der Zimmer wollte der verschlafene „Hotelchef“ nicht annehmen und hat den beiden ein anderes Zimmer verwehrt. Heute morgen hat er sich zwar entschuldigt, das California Best Inn in Bakersfield würden wir trotzdem nicht wieder buchen.

Morgen sehen wir hoffentlich einige schöne Wasserfälle im Yosemite Nationalpark, am Schneegestöber solls nicht liegen, die Ketten liegen im Kofferraum. Wie man sie aufzieht haben wir ja heute schon gelernt.

Machts gut!




Unfassbar große Bäume mit beeindruckendem Stammdurchmesser. Da komme selbst ich mir klein vor...

Samstag, 17. März 2012

Grand Canyon und Las Vegas (diesmal richtig)

Nachdem wir im Grand Canyon Village ziemlich mieses Internet hatten und das Hochladen der Bilder eine halbe Ewigkeit gedauert hat, hatten wir uns schon auf den erneuten Besuch in Las Vegas gefreut. Zuletzt mussten wir im (nur bedingt empfehlenswerten) Imperial Palace 10 Dollar für Internetzugang zahlen, das modernere und wirklich empfehlenswerte Flamingo Hotel wollte dann sogar 14 Dollar haben. Wir haben uns deshalb für einen Tag verabschiedet, Las Vegas nochmal richtig genossen und servieren euch heute ein Doppelpack. Ich habe mich vorgestern morgen tatsächlich um halb sechs aus dem Bett geschält, um mit hundert anderen Bekloppten bei etwa -10°C den Sonnenaufgang am ‚Mather Point‘, einem der zahlreichen Aussichtspunkte des Grand Canyon, zu bestaunen. Gelohnt hat sich die Warterei auf jeden Fall, allerdings habe ich mir für die Bilder auch fast die Eier abgefroren.
 Gegen Mittag haben wir uns dann zusammen auf den Weg entlang des ‚Rim‘, den Rand des 450 Kilometer langen Grand Canyon gemacht. Bis zu einem gewissen Punkt kann man die Aussichtspunkte mit dem Auto selbst ansteuern, die letzten Stationen werden aber nur von kostenlosen Transferbussen angefahren. Man kann zwischendurch aussteigen und bis zur nächsten Station zu Fuß entlang der Kante wandern. Wir sind vom Powell Point losspaziert und konnten dabei einen guten Blick auf den tief unten im Canyon fließenden Colorado-River erhaschen. Wir hatten Pullis und Jacken gegen die erwartete Kälte mit, benutzen mussten wir davon allerdings nichts. Auf 2100 Metern Höhe waren gegen Mittag etwa 10°C, in der Sonne konnte man aber locker mit T-Shirt durch die Wildnis wandern. Die Aussicht an den verschiedenen Punkten unterscheidet sich dabei jedoch nicht nennenswert, sodass wir nach einigen Stationen die Rückfahrt angetreten haben.

Auf dem Weg zurück nach Las Vegas hatten wir ebenfalls Bombenwetter. Diesmal sind wir stilecht zum Einsetzen der Dämmerung am Südende des Strip in die Stadt der Sünde gefahren, haben am ‚Las-Vegas-Sign‘ Elvis gegrüßt und sind richtung Norden entlang der blitzenden und blinkenden Casinos bis zum Stratosphere Tower gefahren. Der 350 Meter hohe Turm hat eine Aussichtsplattform, von der aus man nicht nur den Strip runterschauen, sondern auch Bungee-Jumping oder Achterbahnfahren kann. Der Eintritt kostet zwar 16 Dollar, lohnt sich aber trotzdem.



 Nachdem wir uns kurz auf dem Zimmer frisch gemacht haben und das ein oder andere Bud (die Jungs) beziehungsweise Wein (die Mädels) getrunken haben, sind wir wieder raus auf die selbst an Wochentagen prall gefüllte Spaßmeile. Nach einem kurzen Snack haben wir im Flamingo-Casino den Roulette-Tisch geentert, um mal etwas auf die Kacke zu hauen. Einen sitzen hatten wir eh schon, an die extra im Auto gepaukten Roulette-Regeln konnten wir uns aber noch grob erinnern. Man wirft dem Croupier einen Geldschein nach Wahl auf den Tisch (gibt man es ihm in die Hand, behält er es als Tip. Ziemlich blöd, wenn man 50 Dollar eigentlich setzen will...). Natürlich haben wir einen ‚günstigen‘ Tisch gewählt, bei dem der Mindesteinsatz bei 10 Dollar pro Runde liegt. Kurzzeitig war ich tatsächlich mal mit 9 Dollar im Plus, am Ende haben Jonas und ich aber trotzdem alles verschleudert. Mit den 100 Dollar, die wir gesetzt haben, hatten wir zumindest eine knappe halbe Stunde Spaß und die Gesellschaft am Tisch war auch ziemlich nett. Vermutlich spielen auch deshalb soviele Leute in den Casinos. Langeweile und Einsamkeit kommen niemals auf, irgendwer zockt immer und wer zusammen verliert, der trinkt auch zusammen. Bier gibt es übrigens kostenlos, solange man an einem der Automaten oder Spieltische zugange ist. 


Heute morgen mussten wir uns entsprechend aus dem Bett quälen. Das Auschecken funktioniert im Flamingo witzigerweise über den Fernseher, so haben wir kostbare Zeit für den weiten Weg nach Bakersfield in Kalifornien gespart. Frühstück gabs im Auto. Überraschend leckere und günstige Sandwiches und dazu einen Starbucks-Kaffee aus dem sehr geilen ‚Vons‘-Supermarkt haben uns für die Fahrt gestärkt. Der Weg nach Westen führte mitten durch das Tal des Todes, in dem am 10. Juli 1913 mit 56,7°C die bisher höchste Temperatur gemessen wurde. Trotzdem wir in der perfekten Reisezeit unterwegs sind, war die Temperatur im ‚Badwater Basin‘ mit knapp über 30°C etwa doppelt so hoch wie außerhalb des Death Valleys. Getankt haben wir gottseidank schon in Pahrump, dort kostete die Gallone (3,8 Liter) nur etwa 3,7 Dollar. In Shoshone gibts dann die letzte Tankstelle vor dem Valley, wo man für dieselbe Menge direkt mal happige 6 Dollar auf den Tresen legen muss. 

 Das Death Valley ist schon sehenswert, allerdings sind wir von Superlativen geradezu verwöhnt: Das Monument Valley und der Grand Canyon bieten atemberaubende Ausblicke, dagegen kann das Death Valley nicht so ganz anstinken. Dennoch ist es eine schöne Erfahrung, mal am niedrigsten Punkt Kontinentalamerikas gestanden zu haben. Wenn man auf der bis zu 2 Meter dicken Salzkruste im Badwater Basin herumläuft, kommt es einem fast so vor als hätte es geschneit (wenn es nicht so heiß wäre). Unter den Schuhen knirscht es, die Sonne wird von der weißen Schicht reflektiert und man muss selbst mit Sonnenbrille die Augen zukneifen. Von unten ist die fast endlos scheinende Fläche schon beeindruckend, noch besser ist aber die Aussicht von oben.


   ‚Dantes View‘ erreicht man nach einer mehrere Meilen langen, steilen Fahrt auf fast 1700 Meter. Von dort bietet sich ein großartiger Blick über die Ausmaße des Badwater Basin. Die Straße auf der man zuvor noch fuhr ist nicht mehr als ein Strich, ausserdem braucht man hier oben wieder eine warme und am besten winddichte Jacke.  Auf dem Weg dorthin kommt man am ‚Zabriskie Point‘ vorbei, der mit seinen Gesteinsformationen des vor neun Millionen Jahren ausgetrockneten Lake Zabriskie an eine Mondlandschaft erinnert. Ebenfalls sehenswert ist die ‚Artists Palette‘, eine Felsformation am ‚Artist’s Drive‘, die in verschiedenen, durch Metalle im Gestein hervorgerufenen Farben erstrahlt. 
Morgen versuchen wir irgendwie in den Kings Canyon/Sequoia National Park zu kommen. Leider soll es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben, Schneeketten werden empfohlen, liegen aber natürlich keinem Mietwagen aus LA bei. Mal sehen, ob wir den Generals Highway durch die Parks gefahrlos befahren können...

Schöne Grüße aus Bakersfield ;)