Freitag, 6. April 2012

Schluss mit Lustig - und etwas Statistik

Hallo nochmal!

Na endlich, das Hollywood-Sign!
So langsam wirds echt mal Zeit für den Abschlusspost. Wir sind ja jetzt schon seit einer Woche wieder da, haben den Jetlag abgelegt (der diesmal echt fies war), uns um den Uni-Kram gekümmert der so ansteht und uns bei Freunden zurückgemeldet. Vom letzten Tag sind wir euch allerdings noch ein paar Fotos schuldig, die ich hier mal einbaue. Wir hatten unseren tollen Mietwagen bis zum Abflug und sind deshalb mittags nochmal zum Venice Beach gecruist, um dem lustigen Treiben der Pumper, Fernsehcrews und Skater zuzuschauen. Vorher haben wir natürlich doch noch ein Foto von dem Wahrzeichen Los Angeles, dem Hollywood Sign, gemacht. 
Geilster Typ in Venice Beach, und er war natürlich nicht der einzige...
Der Rückflug war diesmal zwar angenehm, aber zwischendurch recht rumpelig. Leider hatten wir, statt des netten Flugbegleiters vom ersten Flug, nur solche alten Saftschubsen, die ihre schlechte Laune haben raushängen lassen und selbst beim dritten Getränk immer noch auf Französisch nachgefragt haben, obwohl sie wussten, dass wir nix verstehen...
Die Landung in Düsseldorf hat dann scheinbar auch der Praktikant im Cockpit gemacht. Fieser hats noch nie gekracht, das hätte ich glaube ich auch noch hinbekommen.
Uns ist in diesem Urlaub aber auch sowieso fast alles passiert was so vorkommen kann. Passenderweise ist Jonas Koffer auch direkt mal in Paris geblieben, mittlerweile sollte er aber da sein ;)
Das wars also, wir können diese Reiseroute jedem nur empfehlen. Für die Nationalparks fährt man lieber später, ansonsten ist das Wetter schon echt angenehm und nicht zu warm.
Vielen Dank fürs Lesen, wir hatten in diesen drei Wochen fast 3000 Seitenaufrufe, was ich für halbwegs viel halte.
Wir sehen uns! ;)

Hier noch etwas Statistik:

  • Gefahrene Kilometer: Etwa 5600 km (3500 Meilen)
  • Längste gefahrene Strecke an einem Tag: 560 km (350 Meilen) von Las Vegas nach Bakersfield
  • Durchschnittliche Tageskilometer: ungefähr 270 km
  • Besuchte Bundesstaaten: 4 (Kalifornien, Nevada, Arizona, Utah)
  • Verbrauchte 24er Paletten Wasser: 5 (= 60l)
  • Verbrauchte 6-Packs Bier: 5 (= 10l)
  • Geschossene Fotos: 3931
  • Besuchte Nationalparks: 6 (Mojave, Death Valley, Death Valley, Kings Canyon, Sequoia, Yosemite)
  • Bestes Hotel: Holiday Inn (Los Angeles) gleichauf mit dem Stratford (San Francisco)
  • Beschissenstes Hotel: California Best Inn (haha...) in Bakersfield  
  • Schönste Stadt: San Francisco
  • Schönster Ort: Antelope Canyon (Page)
  • Wie oft wir gefragt wurden, woher wir kommen: unzählige Male
  • Sonnenbrände: 2

Mittwoch, 28. März 2012

Das letzte Abendmahl...

Hallo zusammen!
Nachdem das Wetter ja gestern schon besser als erwartet war, haben Jonas und ich uns heute zum gemeinsamen Planschen im hoteleigenen beheizten Pool verabredet. Direkt nach dem reichhaltigen Frühstück haben wir unsere Adoniskörper (trifft eher auf Jonas zu, aber was solls...) durch das kühle Nass getrieben. Dabei sind  wir mindestens 40 Bahnen geschwommen, von denen eine jedoch allerhöchstens unglaubliche zehn Meter lang war. Noch besser konnte man den Hausmeistern allerdings vom pipiwarmen Whirlpool aus bei der Arbeit zugucken. So sieht Urlaub aus, hier das absolut sehenswerte Beweisfoto:

Bademeister Bierbauch macht nur im Weitwinkelformat eine gute Figur.
 Danach haben wir die Mädels ins Auto gepackt und uns noch einige Ecken von LA angesehen, unter anderem den Farmers Market, an dem es unzählige, oft teure Essensstände oder Restaurants gibt. Von Kuchen über thailändisches Essen und Weinbuden findet sich hier alles. Nebenan gab es noch ein nett hergerichtetes Shoppingviertel mit eigener kleiner Straßenbahn, in dem wir uns die Zeit vertreiben konnten. Danach hat Jonas uns den Campus seiner Uni gezeigt, an der er zwei Monate lang gearbeitet hat. An der California State University Northridge wirkt alles ziemlich modern, der Campus ist weitläufig aber total übersichtlich und sieht im Prinzip so aus, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Das liegt unter anderem auch daran, dass Hollywood um die Ecke liegt und die Filmteams alles naselang zum Filmen rüberkommen. Wahrscheinlich ist es den horrenden Studiengebühren von etwa 7000 Dollar im Quartal zu verdanken, dass die Uni dermaßen modern rüberkommt. Wir beschweren uns ja schon bei 500 Euro und machen Sitzstreiks, an richtigen Eliteunis müssen die Eltern aber regelmäßig Studiengebühren im fünfstelligen Bereich überweisen, damit die Blagen zu echten Brains ausgebildet werden.
Die Bibliothek auf dem Campus der Northridge University 

Danach haben Jessi und ich uns nochmal auf den Weg nach Santa Monica gemacht um noch ein wenig Strandfeeling zu geniessen, das Wetter war einfach viel zu gut. Zwischendurch wurden wir jedoch von einem am Wegesrand liegenden Macy’s aufgehalten. Jessi musste sowieso noch zig Kosmetika mitbringen und verloren haben wir uns in dem Ding dann auch noch. Man kann die verplemperte Zeit übrigens aufholen, indem man die Car-Pool-Lane der Highways nutzt: Hier dürfen nur Fahrzeuge mit mehr als zwei Passagieren fahren. Da in Amerika scheinbar jeder sein eigenes Auto hat und damit sogar von der Garage bis zur Haustür fährt, ist hier kaum was los, so dass man mit einem Auffenzahn an der sich dahinwindenden Blechlawine vorbeiheizen kann. Gefällt mir! Der Sonnenuntergang im gefühlt ausschliesslich von Sportlern und Straßenpennern bewohnten Santa Monica war heute nur mittelprächtig, weshalb wir uns zeitig auf den Weg zum Abendessen gemacht haben.
Nette Aussicht in Santa Monica
 Die „Cheese Cake Factory“ kannten wir schon aus San Francisco, bloß haben wir dort wirklich immer nur Käsekuchen in geschätzt drölfzig Varianten probiert. Heute abend haben wir nochmal Jonas Roomies Mascha, eine Freundin von ihr und Tony getroffen, um mit ihnen den Abschlussabend zu verbringen. Das Essen war wirklich super und die Bedienung total nett. Als der eine Kellner zwischendurch 30 Minuten Pause hatte, hat er uns sogar den Kollegen als Ersatz für diese Zeit vorgestellt. Ziemlich knuffig. Und mit sowas wie Bierproben als Entscheidungshilfe für das nächste kleine Bier (für millionärige 6,50 Dollar) kriegt man mich eh immer. 
Achso: Wir haben Tony noch unsere Schneeketten vermacht, die uns in den Nationalparks der Sierra Nevada so gute Dienste geleistet haben. Wir stellen die Dinger ins Internet und jemand bedürftiges kann sie dann von Tony erwerben. Metallketten haben sich noch nie gut im Handgepäck gemacht und einen Mister-T, der sich die zehn Kilo umhängen könnte, haben wir leider nicht dabei.
Das wars dann schon fast wieder mit Amerika und den USA. Morgen eiern wir nochmal etwas durch die Weltgeschichte, damit wir Alamo die Kiste auch komplett leergenudelt auf den Hof stellen können. Wer drauf kommt, welche Sehenswürdigkeit uns noch fehlt, der bekommt ein Überraschungsgeschenk meiner Wahl ;)
Gute Nacht!

Dienstag, 27. März 2012

Universal Studios Hollywood

Nabend aus LA!
Heute morgen mussten wir mal wieder etwas früher raus, um pünktlich an den Universal Studios zu sein. Die Fahrt dorthin sollte von unserem Hotel in der Nähe des LAX eine knappe halbe Stunde dauern. In LA kann man allerdings locker ein Drittel der Fahrzeit nochmal draufschlagen, wenn man annähernd pünktlich sein will. Die Parkplätze an den Studios kosten happige 15 Dollar, da wir aber zu viert sind, geht das schon klar, und weit laufen muss man von dort bis zum Eingang auch nicht mehr. Das Filmstudio, das heute zur NBC-Gruppe gehört, wurde 1912 von dem Deutschen Carl Laemmle gegründet und ist damit das älteste durchgehend produzierende Filmstudio.
1964 wurde um das großzügige Gelände des Filmstudios der gleichnamige Vergnügungspark angelegt. Viele bekannte Filmklassiker, die Universal hervorgebracht hat, finden sich in meist passenden Attraktionen wieder. Dazu gehören unter anderem „Shrek“, „Terminator“, „Die Mumie kehrt zurück“ und „Jurassic Park“. Einiges kannten wir bereits aus dem Park in Orlando (immernoch super: Der „Simpsons Ride“), den wir vor zwei Jahren besucht haben. Manches war aber auch neu, wie etwa die empfehlenswerte Studio-Tour, bei der man durch Original-Kulissen vieler Klassiker (etwa Stummfilm-Western), aber auch aktueller Serien wie Desperate Housewives und Bones gefahren wird. 
Ich glaube, hier wohnt Gabrielle Solice, gespielt von Eva Longoria
Die Wisteria Lane war hier natürlich das Hightlight für die Mädels, näher kann man an die verzweifelten Hausfrauen eben kaum rankommen. Viele der Sets, wie etwa die Straßenzüge die an New York angelehnt sind, finden sich gleich in mehreren Filmen wieder. Die City Hall beispielsweise ist sowohl in „Zurück in die Zukunft“ (1985) als auch in „Bruce Allmächtig“ (2003) zu sehen, allerdings in leicht abgewandelter Form, da ein großes Feuer im jahr 2008  viele der Kulissen zerstörte. Mittlerweile ist alles wieder aufgebaut und sogar um einige Attraktionen erweitert. Man wird zwar mit einem großen Cart durch die Kulissen gefahren und darf nicht aussteigen, der Wagen fährt allerdings unter anderem durch das größte 360 Grad 3D-Kino, das einen von Peter Jackson Produzierten King-Kong-Film zeigt. Sehr beeindruckend und sehenswert. Genauso die „Krieg der Welten“-Kulisse, für die eine Boeing 747 zerlegt wurde und nun eine riesige Katastrophen-Szenerie bildet. An einigen Stellen werden jedoch auch die entsprechenden Spezialeffekte der Drehorte vorgeführt, wie etwa die auf diesem Bild zu sehende Flutwelle in einem mediterranen Dorf, oder ein überraschend glaubhaftes Erdbeben in der U-Bahn von San Francisco.
Die zaubern hier einfach mal eine Sturzflut aus dem Ärmel.
Schönes Spektakel: Die "Waterworld"-Show.
Die Rides im Park sind ganz gut, allerdings könnten es für den hohen Eintrittspreis einige mehr sein (und Jonas hat uns schon günstigere Studententickets besorgt...). Achterbahnfreunde haben an einem Vormittag alles gesehen. Den ganzen restlichen Tag kann man allerdings gut mit weiteren Attraktionen und Shows verbringen, wie etwa der knapp 30-minütigen „Waterworld“-Show (super Film übrigens, müsste ich mal wieder gucken). Semi-bekannte Schauspieler, die schonmal kleine Rollen in CSI und Dr. House hatten, spielen hier in einem sehenswerten Spektakel aus Feuer- und Wassereffekten. Nass geworden sind wir zwar nicht, wäre aber auch nicht sonderlich schlimm gewesen. Der Wetterbericht hatte „bewölkt“ vorhergesagt und lag damit schon etwas daneben. Wir hatten die meiste Zeit Sonnenschein, bei dem man es im T-Shirt wunderbar aushalten konnte.

Mal sehen was der morgige Tag so bringt, hoffentlich bleibt das Wetter so gut, wie es heute war.